3 TAGE IN QUIBERON

Vorstellungen

Montag
05. August

20:15

SOMMERFILMTAGE! Am 05.08.19

Deutschland macht es seinen Stars oft nicht leicht, was besonders Romy Schneider erfahren musste, die bald nach Frankreich floh und dort zu dem Weltstar wurde, als der sie auch heute, gut 35 Jahre nach ihrem Tod, noch verehrt wird. Glücklich wurde sie allerdings nie, eine Hassliebe zur Presse und zur Öffentlichkeit prägte ihr Wesen, wie Emily Atef in ihrem ästhetischen, melancholischen Film „3 Tage in Quiberon“ zeigt.

Im Frühjahr 1981 befindet sich Romy Schneider (Marie Bäumer) in Quiberon, einem kleinen französischen Fischerort in der Bretagne, wo sie in einem Sanatorium entgiften soll: Kein Alkohol, kein Tabak, kein Salz, kein Zucker, eigentlich gar nichts soll Schneider zu sich nehmen, um wieder zu Kräften zu kommen. Das ist auch bitter nötig, denn wie meist im Leben der Schauspielerin, ist sie von privaten Sorgen geplagt. Diese drehen sich vor allem um ihren geliebten Sohn David, der langsam erwachsen wird und es aufregender findet, mit der Familie seines verstorbenen Vaters durch die USA zu fahren, als seine Mutter auf Filmsets zu begleiten.

Dass Schneider trinkt und raucht und ganz allgemein ein unstetes Leben führt, trägt nicht dazu bei, dass ihr Außenstehende zutrauen, eine gute Mutter zu sein. Ihre alte Freundin Hilde (Birgit Minichmair) sieht das anders, sie kennt Romy schon seit der Kindheit und ist nun ein paar Tage zu Besuch, um ihr beizustehen. Besonders skeptisch betrachtet sie Romys Plan, dem Stern-Journalisten Michael Jürgs (Robert Gwisdek) ein Interview zu geben. Weniger Jürgs zu liebe tut Schneider dies, als aus Vertrauen in den Fotografen Robert Lebeck (Charly Hübner), der sie schon oft fotografiert hat.