ALL MY LOVING

2014 erntete der Regisseur und Autor Edward Berger mit dem Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Jack“ zu Recht viele Lorbeeren. Davor hat Berger noch das deutsche Familiendrama „All My Loving“ gedreht, das im Panorama der 69. Berlinale zu sehen war. Darin spielen Lars Eidinger („Was bleibt“), Nele Mueller-Stöfen („Familienfest“) und Hans Löw („In My Room“) drei voneinander entfremdete Geschwister, die jeweils in einer verfahrenen Lebenssituation stecken. Berger inszeniert den Episodenfilm ohne forcierte Zuspitzungen, erzeugt aber dennoch eine intensive Wirkung.

Weil sein Gehör nachlässt, verliert Stefan (Lars Eidinger) seinen identitätsstiftenden Job als Pilot. Statt das wahrzuhaben, hängt der Playboy weiter an seinem alten Leben und streift in einer Pilotenuniform durch Berliner Bars, um Frauen kennenzulernen, während die Beziehung zu seiner getrennt lebenden Tochter Vicky (Matilda Berger) brach liegt.

Stefans Schwester Julia (Nele Mueller-Stöfen) und ihr Mann Christian (Godehard Giese) leiden derweil am drei Jahre zurück liegenden Tod ihres Sohns. Ein Italienurlaub soll Entspannung bringen, doch als Julia ihre komplette Aufmerksamkeit einem verletzten Straßenhund zukommen lässt, stößt das Christian vor den Kopf.