BORDER

Vorstellungen

Sonntag
09. Juni

17:30

Montag
10. Juni

20:00

Dienstag
11. Juni

20:00

Es war einmal eine etwas sonderbare Zöllnerin, die mit ihrer feinen Nase jeden Schmuggler erschnüffeln konnte, absolut jeden! Weniger perfekt fällt das Privatleben von Tina aus. Bis eines Tages an der gemütlichen Grenzstation jener mysteriöse Vore auftaucht – dessen Duft eine ganz besondere Kraft auf sie ausübt.
Das Leben der braven Beamtin wird sich fortan radikal verändern. Etliche Rätsel ihrer wahren Vergangenheit werden gelöst, die Weichen in die Zukunft neu gestellt.

In Cannes avancierte das überaus ungewöhnliche, zudem raffiniert konstruierte Fantasy-Drama zum verdienten Festival-Liebling. Wer von üblichen Story-Strickmustern gelangweilt ist, kommt bei dieser surrealen Wundertüte bestens auf seine Kosten: Ein bisschen nordische „X-Men“ für die Arthaus-Leinwand…

„Das Büfett ist für alle Passagiere gedacht!“, empört sich eine Reisende auf der Fähre, als ein gieriger Gast kurzerhand die gesamten Lachs-Häppchen auf seinen Teller kippt. Die Reaktion anderer Menschen hat den wilden Vore freilich noch nie besonders interessiert. Erst als der Sonderling mit Wuschelfrisur und Überbiss bei der Grenzkontrolle zufällig auf Zöllnerin Tina trifft, ändert sich sein Verhalten spontan. Beide würden nach gängigen Schönheitsidealen kaum als attraktiv gelten. Alsbald werden die zwei noch einige weitere Schnittmengen entdecken – der Beginn einer wundersamen Freundschaft!

Ein Gen-Defekt sei schuld an ihrem ungewöhnlichen, leicht monströsen Aussehen, klagt Tina. Die Hänseleien in der Schule sind längst verdrängt, mittlerweile arbeitet sie als enorm erfolgreiche Zöllnerin. Mit ihrer feinen Nase kann Tina mit einer hundertprozentigen Trefferquote jeden Schmuggler erschnüffeln. Andere Kriminelle gehen ihr gleichsam als Beifang ins Netz. Selbst Chip-Karten mit illegalen Inhalten spürt die Beamtin mit ihren übernatürlichen Fähigkeiten auf.

Weniger perfekt als im Beruf geht es bislang im Privatleben von Tina zu. Ihr Vater dämmert in einem Heim der Demenz entgegen. Ihr lethargischer Mitbewohner nervt mit seinen drei aggressiven Kampfhunden sowie gelegentlicher Zudringlichkeit. Umso größer gerät die Begeisterung für den augenscheinlich seelenverwandten Vore, mit dem Tina nicht nur eine verblüffend ähnliche Narbe und die Vorliebe für Insekten teilt, sondern auch jene fast panische Furcht vor Gewittern.