EINE BRETONISCHE LIEBE

Für Kino im besten Alter, Seniorenkino, können keine Sitzplätze reserviert werden!

In Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Stadt Gütersloh. Sparkasse Gütersloh-Rietberg, mit Kaffee und Kuchen ab 14.00h, Filmbeginn ab 15.00h.

Familien bergen manchmal ganz verzwickte Geschichten, vor allem, wenn die Wahrheit über die Verbindungen ihrer Mitglieder untereinander lange nicht auf dem Tisch liegt. Tut sie’s dann, folgt oft ein großer Knall. Nicht von ungefähr ist die zentrale Figur dieser charmanten und schwungvollen, in der Bretagne spielenden Komödie eine, die sich mit dem Entschärfen von Explosivmaterial auskennt, gespielt von einem extrem gelassenen François Damiens. Doch auch die restlichen Rollen sind perfekt besetzt.

Man glaubt ja kaum, was da noch an Minen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg an der bretonischen Küste herumliegen soll. Erwan (François Damiens) und seine Mitarbeiter jedenfalls haben gut zu tun. Doch dann geht eines Tages eine ganz andere Bombe hoch. Als er seine schwangere Tochter (Alice de Lencquesaing) bei einem Arzttermin begleitet, kommt bei einem Gentest heraus, dass sein eigener Herr Papa offenbar gar nicht sein Erzeuger gewesen sein soll. Wie eine kurzerhand beauftragte Detektivin herausfindet, wohnt der leibliche Vater aber ganz in der Nähe. Als Erwan ihn trifft, räumt dieser ein, seine Mutter durchaus gekannt zu haben. Auf Anhieb sind sie sich sympathisch.

Aufgrund seiner nun also zwei Väter (Guy Marchand und André Wilms) hat Erwan gegenüber seiner eigenen Tochter nun ein gutes Argument, sie davon zu überzeugen, dass sie sich doch bitte für den Vater ihres noch ungeborenen Kindes interessieren möge. Der aber scheint das egal. Seinem Vater, der ihn großgezogen hat und den er nach wie vor liebt, verrät er vorläufig aber ebenso wenig von alldem wie von der sich anbahnenden Liaison zur hübschen und mysteriösen Anna (Cécile de France), der er kurz nach einem Autounfall noch weitere Male begegnet.