FISHERMAN’S FRIENDS – Vom Kutter in die Charts

Vorstellungen

Mittwoch
04. November

15:00

Fischers Fritz fischt frische Fische: An der südwestenglischen Küste geht es ähnlich urig zu wie am plattdeutschen Strand. Auch in Cornwall gibt es Seebären, die das Meer wie die Luft zum Atmen brauchen und hergebrachte Werte hochhalten. Im Örtchen Port Isaac singen die lokalen Fischer traditionelle Shanty-Chormusik und wecken das Interesse eines Musikproduzenten aus London… Der englische Regisseur Chris Foggin („Kids in Love“) reichert die Feelgood-Komödie „Fisherman’s Friends“ mit viel Seefahrerromantik an und verortet die wahren Erfolge nicht auf dem Konto, sondern im Zwischenmenschlichen.

Eigentlich wollen die Kollegen des Londoner Musikproduzenten Danny (Daniel Mays) diesen nur veräppeln, als sie ihn bei einem Ausflug in das Fischerdorf Port Isaac damit beauftragen, die kernige Gesangstruppe der örtlichen Fischer unter Vertrag zu nehmen. Nach erster Skepsis findet Danny jedoch Gefallen an der Idee, die „Fisherman’s Friends“ als Band rauszubringen, zumal ihn die Tochter des Chorleiters Jim (der kornische Hugh Jackman: James Purefoy) und der Klang der Demoaufnahmen in einer Kapelle überzeugen. Als Dannys Berufsgenossen den schlechten Scherz aufklären, hat sich der Städter schon zu sehr auf Alwyn (Tuppence Middleton) eingelassen und Jim zudem sein Wort gegeben. Also promotet er die musizierenden Seebären auf eigene Kappe.

Da „Fisherman’s Friends“ in groben Zügen auf einer wahren Begebenheit beruht und weil Komödien von Natur aus zu positiven Entwicklungen tendieren, ist es wohl kein echter Spoiler, den glücklichen Ausgang der Bemühungen zu verraten: Der titelgebende Shanty-Chor von der Küste Cornwalls stieg 2010 in die britischen Charts ein. Eine indirekte Rolle dabei spielten die Queen und YouTube, vor allem aber ist der Durchbruch dem Wagemut des Musikmanagers Danny zu verdanken, der das Potential der singenden Fischersleute erkannte.