G U N D A

Vorstellungen

Freitag
08. Oktober

20:00

Sonntag
10. Oktober

17:30

Ferkel im Glück – und ein Bauernhof als friedliche Heimat: Viktor Kossakowsky (AQUARELA) zeigt in fein komponierten meditativen Schwarzweiß-Bildern das Landleben aus Sicht von Haus- und Hoftieren. Es gibt weder Musik noch Kommentare, und Menschen spielen keine Rolle. Der scheinbare Minimalismus formt sich schnell zu einer verblüffenden und enorm wirkungsvollen Bildsprache, die einerseits visuelle Meisterschaft und andererseits die starke Zuwendung zu den gezeigten Tieren und generell zum Leben offenbart. Ganz ohne offenen Appell und ohne direkte Ansprache wird der Film auf diese Weise zum Bekenntnis für die friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Natur. – Ausgezeichnet beim 28. Filmfest Hamburg im Herbst 2020 mit dem Publikumspreis.

Viktor Kossakovsky, dessen famoses Filmessay AQUARELA im Jahr 2019 in den Kinos lief, bezeichnet sich selbst als „ersten Vegetarier Russlands“. Das ist einerseits ziemlich witzig (und stimmt vermutlich überhaupt nicht), andererseits führt es auch gleich hin zur generellen Problematik. Die Wahrnehmung für das Tierwohl hat sich in den letzten Jahren verändert, wozu auch das Verhältnis zwischen Mensch und Haustier gehört, zu nicht nur Katzen und Hunde gehören, sondern auch Hühner, Schweine, Schafe und Rinder. Der Begriff „Nutztiere“ ist nicht nur entlarvend, er sagt einiges über die Hierarchie. Die Menschen nutzen, die Tiere werden ge- oder be- oder ausgenutzt. Inzwischen weiß vermutlich jeder, wie es kommt, dass Fleisch und andere Tierprodukte in Deutschland so preiswert verkauft werden können.