GEGEN DEN STROM

Vorstellungen

Samstag
07. Dezember

17:30

Ökothriller, Abenteuerfilm, Märchen und Komödie – Benedikt Erlingssons Film über eine Umweltaktivistin auf dem Kriegspfad ist all das und noch mehr: großes, originelles Arthousekino! Nach „Von Menschen und Pferden“ bleibt der Filmemacher seinem Konzept treu. Er zeigt die ursprüngliche isländische Natur in wunderbaren Bildern, dazu außergewöhnliche Menschen in surrealen Situationen. Diesmal ist die Geschichte weniger rustikal, dank einer brillanten Hauptdarstellerin sogar von beinahe poetischer Eleganz und trotzdem sehr komisch, inklusive einiger irrwitziger Verweise auf die Filmgeschichte.

Nach außen ist Halla eine patente, liebenswürdige Frau in den besten Endvierziger-Jahren, die allein lebt und als Chorleiterin arbeitet. Doch der Eindruck täuscht, denn Halla führt ein geheimes Doppelleben. In ihrer Freizeit ist sie eine Umweltaktivistin, die einsam, mutig und zielstrebig die isländischen Berge durchstreift, um Stromleitungen zu zerstören.

Der Grund: Sie will die Natur retten, indem sie gemeinsame Machenschaften von Politik und Wirtschaft bekämpft und dafür sorgt, dass der Verkauf der isländischen Aluminiumindustrie nach China gestoppt wird. Auch wenn sie sich vieler Sympathien in der Bevölkerung sicher sein darf – die Obrigkeit betrachtet sie als Bedrohung.

Als Halla erfährt, dass sie nach vielen Jahren der Wartezeit tatsächlich ein Kind aus der Ukraine adoptieren darf, verstärkt sie ihre Aktivitäten. Sie veröffentlicht ein Manifest unter dem Pseudonym „Die Bergfrau“, Halla riskiert immer mehr, ihre Anschläge werden gefährlicher, und die Verfolger rücken näher. Bald setzen sich neben der lokalen Polizei auch Geheimdienste auf ihre Spur, von Hubschraubern und Drohnen verfolgt, kann sie nur mit Hilfe eines knorrigen Schafzüchters entkommen. Obwohl sie ihr Ziel erreicht hat, hört Halla nicht auf. Sie will „den Krieg gegen Mutter Erde stoppen“.