GIRL

Vorstellungen

Samstag
11. Januar

17:30

In Kooperation mit Kirchen & Kino.

Bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes erhielt das Coming-of-Age-Drama „Girl“ viel Lob und mehrere Filmpreise, darunter die Caméra d’Or für das beste Erstlingswerk. Zum einen liegt die viele Aufmerksamkeit für das Langfilmdebüt des flämischen Filmemachers Lukas Dhont sicher am gesellschaftspolitischen Kontext, denn das Drama stellt das Seelenleben einer jungen Transperson in den Fokus. Der Film überzeugt aber nicht nur durch Empathie für eine Minderheit, sondern vor allem als sanft und still inszeniertes Porträt mit einem herausragenden Ensemble und einem feinen Blick für Details.

Äußerlich sieht die 15-jährige Lara (Victor Polster) wie ein Mädchen aus. Doch unter ihrer Kleidung versteckt die Teenagerin einen Penis, der sie permanent daran erinnert, dass sie in einem männlichen Körper geboren wurde. An der Schwelle zum Erwachsenwerden sehnt sich Lara nach einer geschlechtsanpassenden Operation und will zugleich als Ballerina reüssieren.

Zwei Ziele, die nicht leicht miteinander zu vereinen sind. Laras alleinerziehender Vater Mathias (Arieh Worthalter) zeigt Verständnis und zieht mit der Tochter und dem jüngerem Bruder Milo (Oliver Bodart) nach Brüssel, als Lara eine Zusage für eine angesehene Ballettschule erhält. An der Akademie steht sie als Transperson unter besonderem Druck, während Gespräche mit Medizinern und Psychologen die Operation vorbereiten.