JUDY

Vorstellungen

Sonntag
23. Februar

15:15

Dienstag
25. Februar

20:00

Oscar für die beste Schauspielerin!

Renée Zellweger darf als Judy Garland alles geben und zeigt mit einer oscarreifen Leistung, was sie kann: Sie schlüpft in die Persönlichkeit des Stars, streift sich Judy Garlands Geschichte über und wird ihr beinahe gespenstisch ähnlich.  Rupert Goolds Biopic ist ein gelungenes Melodram, das ohne jeden Kitsch auskommt und dennoch ans Herz geht. Das liegt vor allem an der Musik, wunderbar interpretiert von Renée Zellweger selbst, in der sich das Leben des Stars zu spiegeln scheint. Somewhere over the Rainbow…

Judy Garland ist gerade ziemlich am Boden, auch wenn sie das selbst nicht wahrhaben will. Ihr Starruhm ist verblasst, das ständige Auf und Ab ihrer Karriere, die Abhängigkeit von Aufputsch- und Beruhigungsmitteln sowie vom Alkohol, finanzielle Probleme, eigenes und fremdes Missmanagement, noch dazu vier gescheiterte Ehen haben ihre unübersehbaren Spuren hinterlassen. Inzwischen ist sie Mitte vierzig und pleite.

So entschließt sie sich widerwillig, die beiden jüngeren Kinder Lorna und Joey bei ihrem geschiedenen Ehemann Sidney Luft zu lassen, und reist nach London, wo sie mehrere Wochen in einem Nachtclub auftreten kann. Kein Vergleich mit dem, was sie aus früheren Zeiten gewöhnt ist, aber immerhin eine Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen.

Gesundheitliche Probleme machen ihr zu schaffen, vor allem ihre Schlaflosigkeit, die sie mit Drinks und Tabletten zu bekämpfen versucht, ebenso wie ihre wachsende Angst, überhaupt auf die Bühne zu gehen. Zu den meisten Auftritten kommt sie viel zu spät, obwohl ihre Assistentin, die liebevoll energische Rosalyn, den Auftrag hat, dafür zu sorgen, dass Judy pünktlich und halbwegs nüchtern im Theater erscheint.

Die Liebe zu dem deutlich jüngeren Mickey Deans bringt für kurze Zeit positive Impulse in ihr Leben – er sorgt für sie, er kümmert sich um sie, und so wird er Ehemann Nr. 5, doch bald muss Judy erkennen, dass er sie, so wie fast alle anderen Menschen in ihrem Leben, nur benutzt, um selbst seine Schäfchen ins Trockene zu bringen.