L’APPARATION – DIE ERSCHEINUNG

Original französische Fassung mit dt. Untertiteln und einem Glas Wein
„Vom Fass“ am Donnerstag. In Kooperation mit der Deutsch-Französischen
Gesellschaft GT. www.dfg.guetersloh.net

Ein rationaler Journalist wird mit einer möglichen Marien-Erscheinung konfrontiert. Das ist der spannende Ansatz von Xavier Giannolis Film „Die Erscheinung“, der lange Zeit vor allem durch die Präsenz von Vincent Lindon funktioniert, vielfältige Fragen anreißt, zum Ende aber etwas unentschlossen mit seinem Thema umgeht.

Gerade ist der Journalist Jacques Mayano (Vincent Lindon) aus einem Krisengebiet zurückgekehrt, wo ein Kollege einem Terroranschlag zum Opfer gefallen ist, da bekommt er einen Anruf aus dem Vatikan. Warum er unbedingt nach Rom kommen soll, kann man ihm nicht sagen, doch die Neugier des Reporters siegt. In den heiligen Hallen erfährt Jacques schließlich warum man ihn braucht: Im Süden Frankreich soll es eine Marien-Erscheinung gegeben haben, seitdem ist ein kleines Dorf zur Pilgerstätte geworden.

Eine offizielle Untersuchungskommission des Vatikans, in der vor allem Vertreter der Kirche sitzen, aber auch der atheistische Journalist, soll nun feststellen, ob die Geschichte der 18jährigen Anna (Galatea Bellugi) der Wahrheit entspricht. Wie ein Jahrmarkt wirkt der Trubel vor Ort, die Gemeinde verkauft allerlei Reliquien, Pilger aus aller Welt sorgen für enorme Einnahmen, so dass der Borrodine (Patrick d’Assumcao), der Priester der Gemeinde, wenig Interesse an einem Zweifler wie Jacques hat.

Dessen journalistischer Eifer ist schnell geweckt und so ermittelt er vor allem in der Vergangenheit Annas, die als Waisenkind in verschiedenen Pflegefamilien lebte und schließlich im örtlichen Kloster ein zuhause fand. Und in der Vergangenheit findet Jacques schließlich auch die Antwort auf die Frage, ob Anna tatsächlich eine Erscheinung hatte.