MARIE CURIE – ELEMENTE DES LEBENS

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BUNDESSTART IM BAMBI AB 16.07.20

Es ist ein ungewöhnliches Projekt, das Marjane Satrapi mit „Marie Curie – Elemente eines Lebens“ aufbietet. Einerseits ist es ein echtes Leben, das sie porträtiert, andererseits die Umsetzung einer experimentellen Graphic Novel.

„Radium ist ein außergewöhnliches und merkwürdiges Element. Es verhält sich nicht so, wie man es erwartet“, sagt Marie Curie zu ihren Studenten. Sie spricht dabei nicht nur über das von ihrem Mann Pierre und ihr entdecktes Element, sie spricht auch über sich selbst. Denn außergewöhnlich ist sie auch. Eine Frau, die für die Wissenschaft lebt und sich zum Ende des 19. Jahrhunderts zahlreichen Widerständen gegenübersieht, aber niemals aufgibt.

Als Marie (Rosamund Pike) und Pierre (Sam Riley) sich kennen lernen, hat sie gerade ihr Labor verloren. Weil sie eine Frau ist, vielleicht aber sogar noch mehr, weil sie unangepasst ist und unangenehm sein kann. In Pierre findet sie jedoch einen Mann, der genau das an ihr schätzt. Er lädt sie ein, in seinem Labor zu arbeiten. Schon bald wird zuerst eine professionelle, dann auch eine private Partnerschaft daraus, während beide daran arbeiten, die Existenz eines neuen Elements zu beweisen. Sie entdecken die Radioaktivität und verändern damit die Welt. Aber das große Glück bleibt in einem ambitionierten Leben wie diesem oftmals einfach aus.

Das Leben von Marie Curie wurde schon häufig verfilmt, zuletzt vor vier Jahren als polnisch-deutsch-französische Ko-Produktion mit Karolina Gruszka in der Hauptrolle. In der neuen Produktion schlüpft Rosamund Pike in die Hauptrolle. Sie ist vielleicht ein bisschen zu schön für die Rolle, ihr Aussehen unterstreicht aber auch noch mehr, dass Frauen in den wissenschaftlichen Kreisen der damaligen Zeit als Außenseiterinnen galten. Pike spielt mal zurückhaltend, mal resolut, mal energisch, mal verzweifelt. Beeindruckend ist die Szene, in der sie in totaler Verzweiflung immer wieder nach ihrem verstorbenen Mann fragt. Nur eine kurze Szene, aber eine, die ihrer Ehrlichkeit wegen von den Füßen fegt.