OF FATHERS AND SONS – Die Kinder des Kalifats

Vorstellungen

Freitag
03. Mai

20:00

Samstag
04. Mai

17:30

Montag
06. Mai

20:00

Nominiert für den Oscar als bester Dokumentarfilm!

Es gehört eine Portion Kühnheit dazu, einen investigativen Dokumentarfilm wie „Of Fathers and Sons“ zu drehen. Um die Lebenswelt eines Dschihadisten einzufangen, gab sich der im Berliner Exil lebende Filmemacher Talal Derki („Return to Homs“) bei der Rückkehr in sein Geburtsland Syrien als Kriegsfotograf aus, der die salafistische Ideologie gutheißt. Zweieinhalb Jahre lang begleitete er den glühenden Islamisten Abu Osama, ein Mitbegründer der al-Nusra-Front, der seinen Söhnen von klein auf militantes Gedankengut vermittelt. Dabei entstand ein hoch spannendes Dokument, das einen seltenen Blick auf eins der zentralen Themen unserer Zeit wirft.

Der Film erhielt 2018 unter anderem den Grand Jury Prize des Sundance Filmfestivals und den Deutschen Dokumentarfilmpreis.

Der 1974 geborene Abu Osama glaubt fest daran, dass der seit 2011 währende Bürgerkrieg in Syrien der Auftakt eines Weltkriegs ist, an dessen Ende die Errichtung eines „gerechten Kalifats“ steht. Dafür kämpft er als Milizionär der al-Nusra-Front, die zum Terrornetzwerk al-Qaida gehörte und seit 2016 dem Islamischen Staat folgt. Natürlich erzieht der Religionseiferer auch seine Kinder im islamistischen Sinn. Während die Frauen nie vor die Kamera treten und allenfalls kurz erwähnt werden, zeigen viele Szenen, wie der Dschihadist seine Söhne mit Schariastudien indoktriniert. Dass fast alle der Kinder nicht zur Schule gehen, versteht sich von selbst.