Rico, Oskar und das Herzgebreche

Rico, Oskar und das Herzgebreche

Komisch und kriminalistisch, lehrreich und lebensfroh – auch der zweite Film nach Andreas Steinhöfels Buchreihe macht Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß.

Dieses Mal haben der ebenso tiefbegabte wie furchtlose Rico und der clevere, aber etwas übervorsichtige Oskar, mittlerweile unzertrennliche Freunde, einen besonders kniffligen Kriminalfall zu lösen, ist doch dummerweise auch Ricos Mama (Karoline Herfurth wieder als kesse Großstadtpflanze mit viel Sex-Appeal) darin verstrickt. Spannend ist dieser Kinderfilm deshalb nicht unbedingt. Das muss er aber auch nicht sein. Denn Groos legt viel mehr Wert auf den komödiantisch-skurrilen Effekt seiner Geschichte und Charaktere. Viel Spaß machen auf dieser Ebene zwei Neuzugänge:

Henry Hübchen als alternder Lebenskünstler, der die Jungs mit seinem klapprigen Benz durch Berlin chauffiert, und Moritz Bleibtreu als stotternder Bösewicht, der unter der Fuchtel seiner gestrengen Mama (Katharina Thalbach erneut als zwielichtige Bingo-Dame) steht und der deshalb eher Mitleid als Furcht erregt.

Schließlich können auch Erwachsene aus diesem im besten Sinne pädagogisch wertvollen Abenteuerspaß, der in vielen Momenten an die großen Erich-Kästner-Verfilmungen erinnert, durchaus etwas Gehaltvolles mit auf den Heimweg nehmen.