SCHWESTERLEIN

GEPLANT ab Mitte November, Termine folgen.

Das Drama „Schwesterlein“ ist die offizielle Einreichung der Schweiz für das Oscar-Rennen um den besten Auslandsfilm bei der Verleihung im Jahr 2021. Erzählt wird die Geschichte zweier Geschwister, beide Künstler, einer von ihnen jedoch todkrank. Lars Eidinger spielt den Leukämiekranken, Nina Hoss seine Schwester. Sie bringen die Seelenverwandtschaft ihrer Figuren perfekt auf den Punkt. Er ist Schauspieler, sie Theaterautorin, beide haben Sehnsüchte, die in ihrem jeweiligen Leben nicht befriedigt werden.

Lisa war mal eine brillante Bühnenautorin, seitdem ihr Zwillingsbruder Sven jedoch an einer aggressiven Leukämie erkrankt ist, schreibt sie nicht mehr. Sie lebt mit ihrer Familie in der Schweiz, möchte aber eigentlich nach Berlin zurück. Ihr Mann sieht das anders: Ihnen geht es in der Schweiz besser. Das führt zu Spannungen in einer Ehe, die ohnehin schon angespannt ist. Denn Lisa denkt fast nur noch an ihren Bruder, ihren Seelenverwandten, den sie nicht sterben lassen will. Sie setzt alle Hebel in Bewegung, um ihn zu retten – und vielleicht auch sich selbst. Sieht sie in ihm doch ihre tiefsten Sehnsüchte gespiegelt.

Stéphanie Chuat und Véronique Reymond haben mit ihrem Film ein zurückhaltendes, aber kraftvolles Drama abgeliefert, in dem es nicht nur um das Sterben eines Menschen geht. Mehr noch geht es um das, was einem am Leben erhält – zumindest, was den Geist betrifft.