SOLANGE ICH ATME

Vorstellungen

Montag
20. April

20:00

Das bewegende Regiedebüt des Schauspielers Andy Serkin erzählt sensibel und mitreißend die Lebensgeschichte des an Kinderlähmung erkrankten Briten Robin Cavendish. Gleichzeitig ist das beeindruckend gespielte Plädoyer für den menschenwürdigen Umgang mit Behinderten auch die wahre Geschichte einer einzigartigen Liebe. Die brillanten Schauspieler, vor allem Hauptdarsteller Andrew Garfield und Golden Globe-Gewinnerin Claire Foy, als die Frau an seiner Seite, ziehen das Publikum virtuos in die Achterbahn der Gefühle.

Ngong Hills, Sonnenuntergang in Kenia. Die Goldene Stunde als letztes Aufbäumen leuchtender Schönheit, die Sinne trunken macht. Cole Porters zeitlos, romantisches Liebeslied „True Love“ erklingt vom Plattenteller. Unbeschwert tanzt der lebenslustige britische Teebroker Robin Cavendish (Andrew Garfield) mit seiner jungen Frau Diana (Claire Foy) zu dem unvergleichlichen Evergreen. Ein poetischer Glücksmoment, der keine Sekunde kitschig wirkt. Der Zuschauer spürt diesem kostbaren Augenblick vor Licht durchfluteter Kulisse nach und taucht in eine ergreifende Gefühlswelt.

Aber die Idylle trügt. Das Schicksal schlägt unbarmherzig zu. Wenig später erkrankt der smarte, erfolgreiche Geschäftsmann. Nach einem Tennismatch fühlt er sich ausgelaugt und schlapp. Seine hochschwangere Frau ist beunruhigt. Doch er beschwichtigt sie. Noch in der Nacht bricht er kraftlos zusammen, kann nicht mehr selbst atmen. Diagnose: Polio. Durch eine Infektion ist er vom Hals abwärts gelähmt Ein Flugzeug bringt das Paar zurück nach London. Doch im England der 50er Jahre gibt es kaum eine Möglichkeit, die Symptome zu lindern. Der 28jährige scheint dazu verdammt den Rest seines Lebens ans Bett gefesselt in einem Krankenhaus zu verbringen.