UND DER ZUKUNFT ZUGEWANDT

Vorstellungen

Samstag
21. September

17:30

Montag
23. September

20:00

Dienstag
24. September

20:00

Mittwoch
25. September

20:00

Ein weithin unbekanntes Kapitel der jüngeren deutschen Vergangenheit erzählt dieses sorgfältig inszenierte Drama als Geschichte über Idealismus und den real existierenden Machtmissbrauch. Zugleich als Story über eine starke Frau, die bis zur Selbstverleugnung an ihre Visionen einer besseren Welt glaubt.

Zu Unrecht in einem sowjetischen Gulag gefangen, kehrt die überzeugte Kommunistin Antonia (Alexandra Maria Lara) anno 1952 mit ihrer Tochter in die DDR zurück. Dort muss sie über das erlittene Schicksal im Bruderstaat absolutes Stillschweigen bewahren.

„Wahrheit ist das, was uns nützt!“, fordern die Partei-Funktionäre. Antonia fügt sich, will dem jungen Staat nicht schaden. Die Liebe zu einem Arzt sorgt alsbald für dramatische Entwicklungen. Exzellent gespielt bis in die Nebenrollen, entwickelt sich eine spannende, frei nach wahren Begebenheiten erzählte Geschichtsstunde, die das Publikum kaum kalt lassen dürfte.

„Heute ist Lydias elfter Geburtstag. Ich darf die Hoffnung nicht aufgeben!“, notiert Antonia (Alexandra Maria Lara) in ihr Tagebuch. Gemeinsam mit Tochter Lydia (Carlotta von Falkenhayn) und ihrem Ehemann wird die junge Frau unschuldig in einem sowjetischen Gulag gefangen gehalten. „Noch zwei Jahre, das schaffen wir auch noch“ – ihr Mann schafft es nicht. Mit ihrem schwerkrankem Kind kehrt die Witwe 1952 in die DDR zurück. Im kleinen Fürstenberg sorgt die Partei schnell für eine schöne Wohnung, eine gute Arbeitsstelle im Haus der Kultur sowie die Behandlung von Lydia. Sogar einer der ersten Fernsehapparate wird Antonia geliefert Als Gegenleistung erwartet SED-Kreisleiter Silberstein (Stefan Kurt), dass die Genossin strengstes Stillschweigen über ihr erlittenes Leid im sowjetischen Bruderstaat bewahrt. Wie zwei weitere heimgekehrte Opfer stalinistischer „Säuberungsaktionen“, fügt sich die überzeugte Kommunistin der Parteiräson. Schließlich hegt die Idealistin die große Hoffnung, ihre Heimat werde sich bald zum sozialistischen Staat mit menschlichem Antlitz entwickeln. Davon träumt auch Konrad (Robert Stadlober), der Doktor ihrer Tochter. Für die neue Vision einer besseren Welt, lässt der Arzt sogar die familiäre Praxis in Hamburg zurück. Nicht nur politisch entdecken Konrad und Antonia immer mehr Gemeinsamkeiten.