UND MORGEN MITTAG BIN ICH TOT

Vorstellungen

Montag
16. März

20:00

Mukoviszidose im Endstadium raubt der jungen Lea Luft und Lust am Leben. Eigenwillig bricht sie nach Zürich auf, um selbstbestimmt zu sterben, doch zu ihrem letzten Geburtstag kommen Mutter, Schwester und Oma vorbei. Eindrucksvoll gelingt es Regisseur Frederik Steiner in seinem Kinodebüt „Und morgen Mittag bin ich tot“, eine unvorstellbar schwere Entscheidung mit humorvollem Skript und Liv Lisa Fries als herausragender Hauptdarstellerin zu vermitteln.

Lea ist eine sehr hübsche, meist lächelnde Frau, die davon träumt, in ihrer Parallelwelt ganz frei davon zu düsen. Doch nach zehn Minuten wird der Erst der Lage drastisch klar. Nicht so sehr ihre Hustenanfälle oder das Übergeben dabei, sondern die Entscheidung Leas schnürt einem beim Zusehen die Luft ab.

Nun brechen die Frauen der Familie auf zur finalen Geburtstagsparty in Zürich. „Und morgen Mittag bin ich tot“ ist auch eine Frauen-Familiengeschichte mit Mutter Hannah (Lena Stolze) und Oma Maria (Kerstin de Ahna), die sich gar nicht grün sind, und mit der älteren Schwester Rita. Es entsteht ein Kaleidoskop der Reaktionen auf den selbst bestimmten Tod, bei der ruppigen, aber solidarischen Schwester, bei der Mutter, die den sicheren Tod verdrängen will und auch sonst gerne wegläuft. Und auch bei der gütigen Oma, die cooler tut, als sie wirklich ist. Dass es fast nur Frauen sind, erklärt sich im Film selbst: Leas Vater machte sich früh davon, als er von ihrer Erkrankung erfuhr.

PRESSESTIMMEN:
„Ein Drama mit großer tragischer Tiefe, voller menschlicher und nachhallender Augenblicke. Ein bewegendes, mutiges und in seiner Ruhe so kraftvolles Plädoyer für die Freiheit des Einzelnen, über das eigene Leben zu entscheiden. Bis zuletzt. – Prädikat: besonders wertvoll.“
Filmbewertungsstelle Wiesbaden