WIE ICH LERNTE, BEI MIR SELBST KIND ZU SEIN

Verfilmung der Kindheitserinnerungen des Multitalents André Heller als saftige Groteske.

AT 2018; Regie: Rupert Henning, mit Valentin Hagg, Karl Markovics, Sabine Timoteo u.a.

Mit seinem im Jahr 2008 erschienenen Roman „Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein“ verarbeitete der Schriftsteller André Heller die Beziehung zu seinem Vater und erging sich dabei in überbordender Phantasie. Nun gibt es den nicht minder magischen Film, der vom zwölfjährigen Paul Silberstein erzählt, der die Demütigungen des Vaters und der Pfarrer im Internat nicht an sich herankommen lässt und sich stattdessen in eine Welt flüchtet, in der das Merkwürdige und Seltsame zelebriert wird.

Dieser Film, ist ein echtes Juwel, das dem Außenseitertum mit seiner prickelnden Kinomagie ein Denkmal setzt, zugleich aber auch ein in den richtigen Momenten stilles Drama über den Konflikt der Kriegs- mit der Nachkriegsgeneration ist.