Kino mit Gästen: WORAUF WARTEN WIR NOCH?

Veranstaltungs-Partner: fairleben GT

Transition ist das Zauberwort, das in immer mehr Bereichen das Ziel andeutet, sich von den herkömmlichen Mustern der kapitalistischen Wirtschaftssysteme zu lösen und ökologischer, bewusster zu leben. Im französischen Dorf Ungersheim ist der Anspruch gleich ein ganzheitlicher, wie Marie-Monique Robin in ihrer Dokumentation
„Worauf warten wir noch?“ zeigt.

Ungersheim, ein kleines Dorf im Elsass, 2500 Einwohner, mitten in einer konservativen Region gelegen und doch Vorreiter. Mit der Wahl ihres seit 1989 amtierenden Bürgermeisters begann ein langsames Umdenken, dass Ungersheim zu einer Art Mustergemeinde der Transition-Bewegung gemacht hat, die zunehmend an Fahrt gewinnt.

Ziel der Bewegung ist es, sich von den ökologisch fragwürdigen Methoden und Entwicklungen des Kapitalismus zu lösen und zu versuchen, möglichst autark zu leben.

In Ungersheim sind die Versuche, diesem hehren Ziel nahe zu kommen, in vielfältiger Weise zu beobachten. Vor allem im Bereich der Landwirtschaft greift man auf traditionelle Methoden zurück, pflügt die Felder etwa nicht mit schweren Maschinen um, sondern lässt ein Rind die Arbeit verrichten, was ein wenig langsamer geht, dafür aber keine Abgase verursacht und kein Benzin verbraucht.

Auch in anderen Bereichen kommen Methoden zum tragen, die früher alltäglich waren,
aber längst von modernen und damit vorgeblichen besseren abgelöst wurden:
Schulkinder werden hier mit einer Pferdekutsche abgeholt, Häuser aus Holz gebaut und
mit Stroh in den Wänden gedämmt.