DAS DOPPELTE LOTTCHEN

Kinderabspielring, gefördert von der Film und Medien Stiftung NRW.

Eintritt für alle 4,-. Nur am 13.04. + 14.04.19

Zigfach verfilmt wurde Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“ seit Erscheinen des Romans 1947 – kein Wunder, ist die Geschichte der Zwillinge, die getrennt aufwachsen und am Ende mit List und Witz ihre Eltern zusammenführen, doch von zeitloser Qualität. Lancelot von Nasos fürs Fernsehen entstandene Neuverfilmung modernisiert die Geschichte zwar reichlich, doch der Kern ist und bleibt Kästner.

Schon letztes Jahr zu Ostern lief dieses „Doppelte Lottchen“ im Fernsehen, nun kommt die Neuverfilmung von Kästners Klassiker doch noch ins Kino, nicht ganz zu unrecht. Zwar ist Lancelot von Nasos Inszenierung zumindest visuell meist überdeutlich die Herkunft vom Fernsehen anzumerken, der Versuch, mittels grellster Farben und kaum einmal zur Ruhe kommender Kamera ständige Dynamik zu suggerieren bestimmt die Bildsprache, doch gerade zum Ende entwickelt sein Film einige Qualitäten.

Die Grundgeschichte wurde dabei modernisiert, nicht unbedingt behutsam, aber im Kern ist die Story unverwüstlich: Luise (Mia Lohmann), der wildere der Zwillinge, ist hier auf Weltreise aufgewachsen, zusammen mit ihrem Vater Jan (Florian Stetter), einem sensiblen Gitarrenspieler, der seine Tochter mit dem altertümlichen VW-Bus durch die Welt kutschiert hat, dabei erfolgreiche Songs geschrieben hat und nun eine feste Stelle am Mozarteum in Salzburg angenommen hat.