MONTE VERITA

Vorstellungen

Donnerstag
30. Dezember

20:00

Sonntag
02. Januar

17:30

Sonntag
02. Januar

20:00

Montag
03. Januar

20:00

Dienstag
04. Januar

20:00

Mittwoch
05. Januar

20:00

Mit seinem Film „Monte Veritá“ ist Regisseur Stefan Jäger weniger daran interessiert, ein völlig authentisches Bildnis jener wohl ersten Aussteigerkommune zu zeichnen, als vielmehr die Geschichte einer jungen Frau zu betrachten, die sich müht, den Erwartungen der Gesellschaft zu entkommen. Das wiederum macht den Film ausgesprochen aktuell und modern, während die Inszenierung eher unaufgeregt ist.

Im Jahr 1906 hält es die junge Mutter Hanna Leitner bei ihrem restriktiven Mann nicht mehr aus. Sie will ihrer bürgerlichen Rolle entfliehen und macht sich auf zum Monte Veritá. Das ist ein Ort der Aussteiger, der viele Künstler, darunter auch Hermann Hesse, angezogen hat, die hier im Süden der Schweiz ihr Paradies gefunden haben. Sie legen das enge geistige Korsett der Gesellschaft ab. Etwas, das auch Hanna anspricht, obschon sie von Schuldgefühlen geplagt ist, weil sie ihre Familie zurückgelassen hat. Aber auf dem Monte Veritá entdeckt Hanna ihre Leidenschaft für die Fotografie und entdeckt eine Freiheit, die sie nie zuvor gekannt hat.

„Monte Veritá“ ist ein durchaus schöner Film. Gediegen in seiner Präsentation, der Zeit verpflichtet, in der er spielt. Das zeigt sich in den formschönen Kostümen, aber auch in den Dialogen, die von einer anderen Zeit geprägt sind. Die Geschichte selbst ist wiederum sehr modern. Eine Geschichte über das Aufbegehren einer Frau, die dem Druck der patriarchalischen Gesellschaft nicht mehr standhalten, sondern sich ihm entziehen will.