PSYCHE & FILM: HÖRT UNS ZU! – Krisenerfahrene Jugendliche im Fokus
Vorstellungen
Mittwoch
15. April
PSYCHE & FILM: Fester Termin am Mittwoch 15.04. um 19.00h.
In Anwesenheit der Regisseurin Andrea Rothenburg, Chefarzt der LWL-Kinder und Jugendpsychatrie Campus Gütersloh, Herr Priv. Doz. Dr. Manuel Föcker, und Vertreter/in des Jugendparlaments Gütersloh.
Das Recovery College Gütersloh-OWL kommt in die Stadt und präsentiert in Kooperation mit dem LWL-Klinikum Gütersloh und dem bambi Filmkunstkino Gütersloh in regelmäßigen Abständen Filme zu Themen der seelischen und psychischen Gesundheit, der seelischen Erschütterung, der Hoffnung und der Zuversicht.
Im Anschluss an den jeweiligen Film können Zuschauer, Expert:Innen aus Erfahrung und Menschen mit fachlicher Expertise gemeinsam zu den Themen ins Gespräch kommen.
Gefördert wird dieses Projekt durch die Bürgerstiftung Gütersloh. Weitere Infos unter: https://www.rcgt-owl.de
Die Kinoreihe wird organisiert von: Michael Schulz, Klaus-Thomas Kronmüller, Oliver Groteheide, Gisela Steinbeck.
Inhalt:
Immer mehr Jugendliche machen Erfahrungen mit psychischen Krisen: Depressionen, Trauma, Ängste, Süchte, Essstörungen, Schizophrenie, Zwänge und andere Erkrankungen stellen sie und ihr Umfeld vor besondere Herausforderungen. War es vor der Coronazeit jeder fünfte Jugendliche, dem es nicht gut ging, ist es jetzt jeder Dritte. Auch die Zahlen von Schulabsentismus, also dem ständigen oder dauerhaften Fehlen in der Schule, steigen stetig. Auf Psychotherapieplätze warten viele im Durchschnitt 22 Monate, was fatale Folgen hat. Suizidversuche bei Kindern und Jugendlichen sind nun drei Mal so hoch. Nicht selten mit tödlichem Ausgang.
Der Film „Hört uns zu! – Krisenerfahrene Jugendliche im Fokus“, hat schon bei der Voraufführung auf dem DGPPN Kongress (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V.) vor Fachpublikum viel Anerkennung bekommen. Er gibt Jugendlichen eine Stimme, die psychische Krisen erlebt haben und immer noch erleben. Die Dokumentation zeigt, wie sie diesen Herausforderungen begegnen, was ihnen hilft und was nicht. Der Film bietet Einblicke in ihre Bedürfnisse und Hoffnungen.
Sophia, Michelle, Korbinian, Nina, Julia und Josef wollen gehört werden und machen anderen Mut. Psychische Krisen können überwunden werden oder man kann lernen, mit den Erkrankungen zu leben.
Regisseurin Andrea Rothenburg liegt das Thema besonders am Herzen: „Es wird zu oft an Problemen von jungen Menschen vorbeigeschaut. Als Gesellschaft sollte es unsere Aufgabe sein, an Lösungen zu arbeiten. Der Film ermuntert, sich Hilfe zu holen und nicht allein mit Problemen zu bleiben, denn das kann Leben retten“, so Rothenburg.



