VERGIFTETE WAHRHEIT

Vorstellungen

Samstag
06. März

17:30

David gegen Goliath: Robert Billot, ein unscheinbarer Wirtschaftsanwalt, legt sich 1998 mit DuPont, einem der weltweit größten Chemiekonzerne, an und deckt den sogenannten Teflon-Skandal auf. Ein Kampf, für den Bilott bereits 2017 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Todd Haynes, eigentlich bekannt für seine Melodramen („Carol“), machte daraus einen packenden Wirtschaftsthriller, der an zahlreiche Vorbilder erinnert und doch eine eigene Handschrift trägt. Hauptdarsteller Mark Ruffalo war das Thema so wichtig, dass er den Film auch co-produzierte.

Cincinnati 1998. Robert Billot arbeitet als Anwalt für Taft Stettinius & Hollister, eine Kanzlei, die vor allem riesengroße Konzerne vertritt, zum Beispiel DuPont, eine Industriellenfamilie, die ihr Vermögen mit Waffen und Schiesspulver während des amerikanischen Bürgerkrieges gemacht hat und dann zum größten Chemiekonzern Amerikas aufstieg. Und damit ist auch schon der Interessenkonflikt benannt, in der Billot plötzlich steckt. Soeben ist er zum Teilhaber von Taft Stettinius & Hollister ernannt worden. Da erfährt er von Wilbur Tennant, einem Milchbauern aus Parkersburg in West Virginia, dass DuPont einfach seine hochgiftigen Abwässer in ein nahegelegenes Reservoir leitet. Unvermeidliche Folge: Tennants Kühe werden krank oder verrückt (wie eine Szene drastisch veranschaulicht) und geben keine Milch mehr. Schlimmer noch: Sie sind bereits zu Dutzenden verendet. Natürlich ist Tennant im Recht. Doch DuPont ein Versagen, vielleicht sogar Absicht zu unterstellen, wird nur schwer zu beweisen sein. Gegen den Willen seiner Kollegen macht sich Billot an die Arbeit. DuPont schüttet ihn einfach mit Hunderten von Kisten an Akten zu, in der Hoffnung, dass der Anwalt an der Durchsicht scheitern wird. Doch der wird rasch fündig. Immer wieder fällt ihm die Formel „PFOA“ ins Auge, eine giftige Vorraussetzung für DuPonts lukrativsten Klassiker: Teflon.