Das Recovery College Gütersloh-OWL präsentiert in Kooperation mit dem LWL-Klinikum Gütersloh und dem bambi Filmkunstkino Gütersloh in regelmäßigen Abständen Filme zu Themen der seelischen und psychischen Gesundheit, der seelischen Erschütterung, der Hoffnung und der Zuversicht. Im Anschluss an den jeweiligen Film können Zuschauer*innen, Expert*innen aus Erfahrung und Menschen mit fachlicher Expertise gemeinsam zu den Themen ins Gespräch kommen.
Gefördert wird dieses Projekt durch die Bürgerstiftung Gütersloh.

25. Februar, 19 Uhr – SORRY BABY
Agnes, eine junge Literaturprofessorin in Neuengland, wird nach einem traumatischen Erlebnis aus der Bahn geworfen. Während ihr Umfeld zur Tagesordnung übergeht, kämpft sie mit dem Gefühl, festzustecken. In fünf Kapiteln und über mehrere Jahre hinweg begleitet der Film ihren Weg zurück zu sich selbst – getragen von scharfem Humor und der bedingungslosen Unterstützung ihrer besten Freundin.
Gast: Anna Brüggeshemke von Wildwasser e.V. Bielefeld

25. März, 19 Uhr – NO HIT WONDER
Daniel war einmal ein gefeierter Sänger mit nur einem Hit, doch sein Ruhm ist längst verblasst. Nach einem verunglückten Suizidversuch erwacht er in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung. Dort trifft er auf Dr. Lissi Waldstett, eine unkonventionelle Glücksforscherin, die im Singen eine Therapie für einsame Seelen sieht. Sie schlägt Daniel einen Deal vor: Er hilft ihr, eine Gruppe von Patientinnen und Patienten wieder glücklich zu machen und kann dafür die Klinik verlassen.
Gäste: Kara Tönsmeier, Tobias Brunnert und Christina Potthoff – Mitarbeitende im LWL-Klinikum Gütersloh
15. April, 19 Uhr – HÖRT UNS ZU
Sechs Jugendliche teilen im Film ihre ganz persönlichen Geschichten und erzählen, was ihnen im Weg aus der Krise geholfen hat. Auch berichtet der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Rüdiger Wittmann von der therapeutischen Begleitung der Jugendlichen. Der Film möchte anderen Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu holen und nicht allein mit Problemen zu bleiben.
Gäste: Regisseurin Andrea Rothenburg, Priv.-Doz. Dr. Manuel Föcker, Chefarzt der LWL-Kinder- und Jugendpsychiatrie Campus Gütersloh und Vertreter:innen des Jugendparlaments Gütersloh
13. Mai, 19 Uhr – Die jüngste Tochter
Die 17-jährige Fatima ist die jüngste von drei Töchtern einer französisch-algerischen Familie in einem Pariser Vorort. Ihr Lieblingssport ist Fußball, in der Schule hängt sie mit den prahlerischsten Jungs ihrer Klasse ab, und sie hat einen heimlichen festen Freund, der bereits ans Heiraten denkt. Fatima fällt es jedoch zunehmend schwerer zu verbergen, was niemand wissen darf: Ihr Herz schlägt für Frauen. Als sie ein Philosophiestudium in Paris beginnt, eröffnet sich für sie eine völlig neue Welt. Hin- und hergerissen zwischen Familientradition, Glauben und ihrem Wunsch nach Freiheit muss Fatima ihren eigenen Weg finden.
Gäste: Vertreter:innen vom Queer Treff Gütersloh – angefragt.
10. Juni, 19 Uhr – Birnenkuchen mit Lavendel
Seit dem Tod ihres Mannes kümmert sich die junge Witwe Louise alleine um den Birnenhof in der Provence und um ihre beiden Kinder. Die Geschäfte gehen jedoch schlecht, die Schulden wachsen Louise über den Kopf, ihr Haus ist reparaturbedürftig, ihre Kinder sind aufsässig. Zu allem Unglück fährt sie vor ihrem Haus auch noch einen Fremden an. Dieser entpuppt sich als der Sonderling Pierre, der einen völlig eigenen Blick auf die Welt hat – und der genau das
sein könnte, was Louise gerade braucht.
Gast: Jonas Riedel – Co-Leiter mehrerer Selbsthilfegruppen
22. Juli, 19 Uhr – Vena
Jenny liebt ihren Freund Bolle, mit dem sie ein Kind erwartet. Was für andere das größte Glück bedeutet, löst in Jenny ambivalente Gefühle aus, denn das Leben hat ihr zuvor viel zugemutet. Sie ist mit der Justiz und dem Jugendamt aneinander-geraten und ihre Beziehung mit Bolle leidet zunehmend unter der Drogenabhängigkeit der beiden. Als ihnen die Familien-hebamme Marla zugewiesen wird, reagiert Jenny zunächst abweisend. Doch wider Erwarten verurteilt Marla sie nicht, sondern sieht sie als den Menschen, der sie im Kern ist. Jenny beginnt, Marla zu vertrauen. Allmählich fasst sie den Mut, sich ihren Ängsten zu stellen und Verantwortung zu übernehmen – für das neue Leben in ihr, aber vor allem für sich selbst.
Gast: Peter Köching – Drogenberatungsstelle der Caritas Gütersloh
16. September, 19 Uhr – The Apprentice (The Trump Story)
In den 70er-Jahren will der junge und machtbesessene Donald Trump endlich aus dem Schatten seines Vaters treten. Mit der Unterstützung des berühmt-berüchtigten Anwalts Roy Cohn gelingt es ihm, ins Immobiliengeschäft in Manhattan einzusteigen und sich durch geschickte Manöver von Cohn als Immobilienmagnat an die Spitze zu setzen. Cohn ist es auch, der Trump schließlich beibringt, wie man durch Täuschung, Einschüchterung und Medienmanipulation zu Reichtum und Macht gelangt.
7. Oktober, 19 Uhr – Dem Himmel zu nah
Annina Furrer hat nach dem Suizid ihres Bruders – es war bereits der zweite Suizid eines Geschwisters – eine Spuren-suche in der Familie unternommen, um herauszufinden, wann denn „Sand ins Getriebe“ gekommen sei. Mit ihrem lebensbejahenden Dokumentarfilm ver-arbeitet sie den Schmerz, und fächert in Gesprächen mit der Mutter und dem Bruder sowie über Briefe, Fotos und Tonbandaufnahmen ihres verstorbenen Bruders eine Familiengeschichte voller Schicksalsschläge auf, welche die Suizide zwar nicht restlos erklären, aber wenigstens nachvollziehbar machen.
Gast: Regisseurin Annina Furrer




